Was tun, wenn jemand nicht zum Arzt will?
Es kommt oft vor: Ein Angehöriger fühlt sich krank, lehnt aber jeden Arztbesuch ab – aus Angst, Unannehmlichkeiten zu bereiten oder weil die Sprechstunden schon geschlossen sind. In solchen Fällen ist es wichtig, ruhig zu bleiben und nicht zu drängen. Oft hilft schon eine einfühlsame Unterhaltung, um die Bedenken des anderen ernst zu nehmen und Vertrauen zu schaffen.
Wichtig ist: Bei akuten Beschwerden darf nicht gewartet werden.Wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist, gibt es eine verlässliche Lösung: die kassenärztliche Notdienstnummer 116117. Diese Service-Hotline ist deutschlandweit rund um die Uhr erreichbar – an Wochenenden, Feiertagen und nachts. Medizinisches Fachpersonal nimmt den Anruf entgegen, hört zu, beurteilt die Dringlichkeit und entscheidet dann, was der nächste Schritt ist.
Je nach Situation wird der Patient zu einer geöffneten Bereitschaftspraxis weitergeleitet. In schweren Fällen, bei denen ein schneller Arztbesuch nötig ist, kann sogar ein Bereitschaftsarzt nach Hause geschickt werden. Das erspart lange Wartezeiten im Krankenhaus und sorgt für schnelle Hilfe, ohne dass der Kranke selbst das Haus verlassen muss.
Manchmal reicht schon der Anruf bei der 116117, um Klarheit zu gewinnen. Denn auch bei unsicheren oder leichten Symptomen geben die Berater wertvolle Tipps – etwa, wann es sich lohnt, abzuwarten oder wann ein Arzt unbedingt gesehen werden muss.
Also: Zögern Sie nicht. Wenn jemand krank ist und nicht zum Arzt will, ist die 116117 die ruhige, kompetente erste Anlaufstelle – für mehr Sicherheit in schwierigen Momenten.
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