Wenn das Wetter die Stimmung drückt

Viele Menschen fühlen sich im Herbst und Winter zunehmend müde, antriebslos und niedergeschlagen. Die kürzeren Tage, das fehlende Sonnenlicht – all das kann die Psyche spürbar belasten. Besonders bei Menschen mit saisonal abhängiger Depression (SAD) macht sich dies bemerkbar. Die gute Nachricht: Dagegen kann man etwas tun.

Ein bewährtes Mittel ist die Lichttherapie. Dabei setzt man sich täglich etwa 30 Minuten vor eine spezielle Leuchte mit einer Helligkeit von 10.000 Lux – das entspricht ungefähr hellem Tageslicht. Diese Lampen sind in Apotheken oder Fachgeschäften erhältlich. Schon nach wenigen Tagen berichten viele Nutzer von mehr Energie und einer spürbar besseren Stimmung. Wichtig ist, die Lampe morgens zu nutzen, idealerweise direkt nach dem Aufstehen. So unterstützt man den natürlichen Rhythmus des Körpers.

Doch auch ohne Diagnose kann es helfen, sich mehr Licht in den Alltag zu holen. Kurze Spaziergänge an der frischen Luft, auch bei trübem Himmel, liefern wertvolle Lichtimpulse. Zuhause sorgen helle Räume und offene Vorhänge für ein wacheres Gefühl. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung runden das Befinden positiv ab.

Wer merkt, dass die trüben Monate die Stimmung stärker beeinträchtigen, sollte nicht zögern, mit einem Arzt oder Therapeuten zu sprechen. Depressionen sind keine Schwäche – sondern eine Erkrankung, die behandelt werden will. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich auch der dunkle Jahreszeit gut begegnen.

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