Das emotionale Ende eines Kreuzfahrt-Pioniers: Abschied von einem AIDA-Klassiker

Die Nachricht traf viele Kreuzfahrtbegeisterte mitten ins Herz: Die ehemalige AIDAblu, vielen auch noch unter ihrem ursprünglichen Namen A'Rosa Blu bekannt, trat ihren letzten Weg an. Sie wurde auf den berühmten Abwrackwerften im indischen Alang verschrottet. Für die treue Fangemeinde der Kussmundflotte löste diese Meldung einen regelrechten Schock aus, da mit diesem Schiff ein bedeutendes Stück deutscher Kreuzfahrtgeschichte verloren ging.

Für unzählige Reisende war dieses Schiff nicht irgendein Ozeanriese, sondern das allererste Kreuzfahrtschiff, auf dem sie jemals in See gestochen sind. Hier wurden erste maritime Erinnerungen gesammelt, Sonnenuntergänge auf dem Meer beobachtet und die Liebe zum Reisen auf dem Wasser entfacht. Ein solches Erstlingsschiff behält im Herzen eines Kreuzfahrers immer einen ganz besonderen Stellenwert.

In der maritimen Industrie ist der Gang nach Alang ein normaler Schritt, wenn Schiffe in die Jahre kommen und der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich ist. Die Corona-Pandemie hatte diesen Trend damals massiv beschleunigt, da viele Reedereien ältere und kleinere Schiffe vorzeitig ausgemustert haben, um Kosten zu senken. Dennoch schwingt bei der Verschrottung eines so geschichtsträchtigen Liners immer eine große Portion Wehmut mit. Was bleibt, sind die unvergesslichen Momente und Geschichten der Passagiere, die dieses Schiff über die Weltmeere getragen hat.

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