Welche Aufputschmittel nutzen Ärzte?
Im stressigen Klinikalltag, besonders bei Nachtschichten oder langen Operationen, greifen auch Ärzte manchmal zu Mitteln, um wach und konzentriert zu bleiben. Laut einer Studie aus dem Jahr 2013 nutzen einige Mediziner sowohl legale als auch illegale Substanzen, um die hohen Anforderungen des Berufs zu meistern.
Unter den verschreibungspflichtigen Stimulanzien sind vor allem Methylphenidat und Modafinil bekannt. Methylphenidat wird ursprünglich zur Behandlung von ADHS eingesetzt, wird aber auch von Ärzten gelegentlich genutzt, um die Konzentration zu steigern. Modafinil hingegen wird zur Bekämpfung von übermäßiger Müdigkeit – etwa bei Schichtarbeitern – verschrieben und findet immer häufiger Anwendung unter Chirurgen, die über lange Zeiträume hinweg hellwach bleiben müssen.
Daneben spielen auch koffeinhaltige Produkte eine große Rolle: Kaffee, Energydrinks oder Koffeinpillen sind in Krankenhäusern allgegenwärtig. Sie gelten als harmlos und sind leicht verfügbar, helfen aber nur temporär gegen Erschöpfung.
Problematisch wird es, wenn Ärzte zu illegalen Aufputschmitteln wie Kokain, Ecstasy oder Amphetaminen („Speed“) greifen. Obwohl solche Substanzen selten sind, zeigen sie, wie extrem der Leistungsdruck im medizinischen Alltag sein kann. Die langfristigen gesundheitlichen und beruflichen Risiken sind dabei immens – sowohl für den Arzt als auch für seine Patienten.
Die Debatte über sogenanntes „Neurodoping“ unter Medizinern zeigt: Hinter der Fassade von Perfektion und Selbstüberwindung verbirgt sich oft ein verzweifelter Kampf gegen körperliche und psychische Grenzen.
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