Welche Belichtungszeit für Porträts bei Dämmerung?

Wer abends ein Porträt aufnehmen möchte, steht oft vor der Herausforderung, genügend Licht zu nutzen, ohne die Bildqualität zu verlieren. In solchen Situationen spielt die Wahl der Belichtungszeit eine entscheidende Rolle.

Bei wenig Licht empfiehlt sich eine offene Blende – f/1.8 oder f/2.8 sind ideal. Damit gelingt es nicht nur, mehr Licht auf den Sensor zu lassen, sondern auch, den Hintergrund schön zu verwischen und das Motiv gekonnt in Szene zu setzen. Doch auch die Belichtungszeit muss angepasst werden.

Eine Belichtungszeit von etwa 1/60 Sekunde ist im Freien am Abend oft ein guter Kompromiss: Sie ermöglicht es, deutlich mehr Licht einzufangen als bei kürzeren Zeiten, ohne dass Bewegungsunschärfe zum großen Problem wird – vorausgesetzt, das Motiv bleibt relativ ruhig. Bei längeren Zeiten steigt die Gefahr, dass selbst kleine Bewegungen unscharfe Augen oder verschwommene Konturen verursachen.

Wichtig ist auch die Kombination aus Blende, ISO und Belichtungszeit. Wer bei 1/60 Sekunde und f/2.8 arbeitet, sollte das ISO-Wert nicht zu hoch treiben, um Bildrauschen zu vermeiden. Ein Wert zwischen 400 und 800 reicht oft schon aus, besonders wenn noch etwas Umgebungslicht vorhanden ist – etwa von Straßenlaternen oder Gebäuden.

Letztlich geht es bei Abendporträts darum, das Licht geschickt zu nutzen und mit den Einstellungen spielerisch umzugehen. Mit einer offenen Blende und einer Belichtungszeit um die 1/60 Sekunde gelingen oft ausdrucksstarke Aufnahmen, die Stimmung und Persönlichkeit des Menschen gut einfangen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen