Die Wunderblume – ein farbenfrohes Wunder der Natur
Wenn man nach einer Blume sucht, die buchstäblich für Wunder steht, ist die Wunderblume (Mirabilis jalapa) die offensichtliche Antwort. Mit ihrem Namen ehrt sie das Staunen, das sie seit Jahrhunderten in Menschen auslöst. Ursprünglich aus Südamerika stammend, hat sie sich in Gärten auf der ganzen Welt einen festen Platz erobert – nicht zuletzt wegen ihrer auffallenden und abwechslungsreichen Blüten.
Was die Pflanze so besonders macht, ist nicht nur ihr Name, sondern auch ihr Erscheinungsbild. Ihre Blüten öffnen sich erst am späten Nachmittag und verströmen einen zarten Duft – daher auch der Beiname „Abendblume“. Besonders faszinierend ist, dass an einem einzigen Strauch gleichzeitig rote, gelbe, weiße oder gestreifte Blüten wachsen können. Dieses Schauspiel hat wohl schon früheren Gärtnern das Gefühl vermittelt, ein wahres Wunder vor sich zu haben.
In historischen Gartentexten wurde die Pflanze übrigens auch als „Schweizerhose“ bezeichnet – ein altertümlicher Name, der heute kaum noch gebraucht wird. Trotzdem blieb ihre Faszination erhalten. Kein Wunder, dass sie bis heute in Hinterhöfen, auf Balkonen und in romantischen Gärten zu finden ist.
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