Essig im Garten: Diese Pflanzen mögen es sauer

Essig ist im Haushalt bekannt für seine Reinigungskraft – doch auch im Garten kann er nützlich sein. Vor allem Pflanzen, die einen sauereren Boden bevorzugen, profitieren gelegentlich von einer schwachen Essiglösung. Der Säuregehalt kann den pH-Wert der Erde leicht senken und so idealen Wachstumsbedingungen für bestimmte Kulturen schaffen.

Zu den Pflanzen, die gerne etwas saurer leben, gehören etwa Rosen und Lavendel. Aber auch im Gemüsegarten gibt es viele Vertreter, die Essig gut vertragen: Dazu zählen Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini, Brokkoli, Möhren, Salate und Radieschen. Auch Bohnen, Erbsen, Paprika und Grünkohl fühlen sich auf leicht angesäuertem Boden wohl. Selbst Sellerie und Erdbeeren reagieren positiv auf eine vorsichtige Anwendung von verdünntem Essig.

Wichtig ist jedoch: Essig wirkt stark – immer verdünnen! Eine halbe Tasse Haushaltsessig (ca. 5 % Essigsäure) auf zehn Liter Wasser reicht völlig aus, um den Boden sanft anzusäuern, ohne Wurzeln zu schädigen. Gießen Sie am besten an einem kühlen Abend, um die Pflanzen zu schützen und die Wirkung optimal entfalten zu lassen.

Beachten Sie allerdings, dass nicht alle Pflanzen sauren Boden mögen. Kräuter wie Thymian oder Rosenkohl bevorzugen eher alkalische Bedingungen. Also immer wissen, was in Ihrem Beet wächst. Mit etwas Bedacht kann Essig eine natürliche, preiswerte Hilfe im Garten sein – nicht nur zum Reinigen, sondern auch zum sanften Düngen und Pflegen.

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