Welcher Arzt hilft bei Hypochondrie?
Wenn die ständige Sorge vor schweren Krankheiten den Alltag beherrscht, spricht man medizinisch von einer Hypochondrie oder Krankheitsangst. Betroffene leiden unter einer enormen psychischen Belastung, da jede noch so kleine körperliche Veränderung als Bedrohung wahrgenommen wird. Doch an wen wendet man sich in einer solchen Situation am besten?
Der erste Schritt führt meist in eine hausärztliche Praxis. Hausärzte kennen die Krankengeschichte ihrer Patienten gut und können durch körperliche Untersuchungen organische Ursachen für die Beschwerden ausschließen. Liegt keine körperliche Erkrankung vor, die Symptome und die Angst bleiben jedoch bestehen, ist eine Überweisung an Spezialisten der nächste wichtige Schritt. Hier kommen Psychiaterinnen und Psychiater oder Ärztinnen und Ärzte für Psychosomatische Medizin ins Spiel.
Diese Fachärzte sind darauf spezialisiert, die seelischen Ursachen hinter den körperlichen Beschwerden zu ergründen. Ein zentraler Teil ihrer Arbeit besteht darin, andere psychische Erkrankungen sorgfältig auszuschließen. Es ist nämlich nicht selten, dass sich körperliche Symptome auch bei Angsterkrankungen oder bei Depressionen finden. Da die Übergänge fließend sein können, ist eine präzise Diagnostik entscheidend für den weiteren Weg.
Gemeinsam mit den Betroffenen wird anschließend ein passender Behandlungsplan erstellt. In den meisten Fällen ist eine Psychotherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, die Methode der Wahl. Ziel ist es, die übermäßigen Ängste abzubauen, Spiralkonstruktionen aus Sorgen zu durchbrechen und wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen. Niemand muss mit dieser Belastung allein bleiben – professionelle Hilfe kann die Lebensqualität entscheidend verbessern.
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