230 Volt aus dem Zigarettenanzünder: Unterwegs mit Strom

Früher diente der Zigarettenanzünder im Auto vor allem einem Zweck: eine Zigarette anzuzünden. Heute hat sich das geändert. Dank moderner Technik wird der kleine Steckplatz immer häufiger zur mobilen Stromquelle – und das bei vollem 230 Volt-Wechselstrom.

Mit einem speziellen Adapter lässt sich der Zigarettenanzünder in eine echte Steckdose verwandeln. Solche Geräte, oft als „Wechselrichter“ bezeichnet, wandeln die 12-Volt-Gleichspannung des Autos in haushaltsüblichen Wechselstrom um. Damit können Laptops, kleine Kühlboxen oder sogar ein Föhn unterwegs betrieben werden.

Praktisch ist das vor allem auf langen Reisen, bei Campingtouren oder für Handwerker, die im Fahrzeug arbeiten. Ein Notebook lädt sich problemlos, und auch ein Handy oder Tablet findet immer eine Ladequelle – selbst wo keine Steckdose in Sicht ist.

Doch Achtung: Nicht jedes Gerät kann einfach angeschlossen werden. Die Leistung solcher Wechselrichter ist begrenzt, meist auf 150 bis 300 Watt. Hochleistungsgeräte wie Wasserkocher oder Heizlüfter überlasten schnell den Anschluss oder die Autobatterie. Deshalb gilt: Nur Geräte mit moderatem Stromverbrauch nutzen – und das Fahrzeug am besten laufen lassen, um die Batterie zu schonen.

Der Zigarettenanzünder hat sich also vom Raucherhelfer zum nützlichen Alltagsretter gewandelt. Wer clever nutzt, was das Auto bereitstellt, ist auch fernab von Steckdosen stromversorgt – und das mit nur einem kleinen Stecker.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen