Welche Tumoren nehmen kein Kontrastmittel auf?

Bei der Bildgebung von Gehirntumoren im MRT spielt die Gabe von Kontrastmittel eine wichtige Rolle, um die Grenzen und das Wachstumsverhalten der Läsionen besser beurteilen zu können. Besonders bei Gliomen, einer Gruppe von Hirntumoren, unterscheidet man nach dem Grad der Malignität. Grad-2-Gliome, auch als niedriggradige Gliome bezeichnet, nehmen in der Regel kein Kontrastmittel auf. Das liegt daran, dass diese Tumoren noch über eine intakte Blut-Hirn-Schranke verfügen, die verhindert, dass das Kontrastmittel aus den Gefäßen in das Tumorgewebe austritt.

Im Gegensatz dazu zeigen Grad-3-Gliome oft eine Kontrastmittelaufnahme, da die Blut-Hirn-Schranke hier bereits gestört ist – ein Zeichen für eine höhere Aggressivität des Tumors. Neben der Kontrastmittelaufnahme weisen niedriggradige Gliome häufig Verkalkungen auf, die im CT oder MRT gut sichtbar sind und zur Differenzialdiagnose beitragen können.

Die Therapie hängt vom Tumortyp, der Lokalisation und dem Alter des Patienten ab. Dennoch gilt: Die Operation ist die Therapie der Wahl, besonders wenn der Tumor gut zugänglich ist. Ziel ist es, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität zu erhalten. In einigen Fällen folgen nach der Operation eine Strahlentherapie oder Chemotherapie, vor allem wenn sich zeigt, dass der Tumor aggressiver ist als zunächst angenommen.

Die genaue Beurteilung bleibt jedoch Aufgabe des neurochirurgischen Teams – wie etwa an der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie der Universität Greifswald, wo täglich komplexe Tumorerkrankungen diagnostiziert und behandelt werden.

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