Die Spitzenreiter bei Einkommen in der EU
Wenn es um das durchschnittliche Einkommen in der Europäischen Union geht, belegt Luxemburg seit Jahren eine führende Position. Bereits 2014 zeigte sich, dass die Bruttomonatsgehälter dort – besonders unter Berücksichtigung der Kaufkraft – deutlich über denen der meisten anderen EU-Länder lagen. Auch Dänemark und Irland gehörten damals bereits zu den Ländern mit den höchsten durchschnittlichen Einkommen.
Die hohen Gehälter in Luxemburg erklären sich unter anderem durch die starke Finanzbranche und die hohe Zahl an Grenzgängern, die dort arbeiten. Gleichzeitig sorgt eine stabile Wirtschaft und ein gut entwickeltes Sozialsystem dafür, dass das durchschnittliche Einkommen auf einem hohen Niveau bleibt. In Dänemark spielen Faktoren wie eine hohe Tarifbindung, eine starke Industrie und ein ausgebautes öffentliches Dienstleistungssegment eine wichtige Rolle.
Interessant ist auch der Fall Irlands: Das Land profitiert von zahlreichen internationalen Unternehmen, insbesondere aus der Tech- und Pharmabranche, die dort niedrige Unternehmenssteuern vorfinden. Dadurch entstehen gut bezahlte Arbeitsplätze, was das durchschnittliche Einkommen nach oben treibt.
Deutschland lag 2014 zwar nicht ganz an der Spitze, gehört aber laut destatis.de dennoch zu den Ländern mit einem der höchsten Durchschnittseinkommen in der EU. Mit etwa 3.700 Euro brutto im Monat (Zahlen aus jüngerer Zeit) liegt es deutlich über dem EU-Durchschnitt. Allerdings ist auch wichtig, die Lebenshaltungskosten im Blick zu behalten – hier schneiden Länder wie Luxemburg und Dänemark aufgrund ihres hohen Preisniveaus weniger gut ab, wenn man die Kaufkraft berücksichtigt.
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