Zsa-Zsa Korda und ihre rücksichtslosen Lebensregeln

Die Schauspielerin und Persönlichkeit Zsa-Zsa Korda lebte nach eigenen Angaben nach zwei einfachen, aber harten Prinzipien. Das erste: „Wer könnte wen ablecken, nehme ich an?“ – eine Frage, die weniger nach Zuneigung fragt als vielmehr nach Macht, Unterwerfung und Hierarchie. Die zweite Maxime ist noch deutlicher: „Wenn dir etwas im Weg steht, mach es platt.“ Keine Sanftmut, kein Kompromiss – nur Durchsetzung um jeden Preis.

Diese Aussagen, zitiert in einer Rezension von Roger Ebert zum Film *The Phoenician Scheme*, werfen ein schonungsloses Licht auf eine Haltung, die mit Empathie oder moralischem Kalkül wenig am Hut hat. Korda, lange Zeit eine ikonische, wenn auch kontroverse Figur der High Society, schien ihr Leben tatsächlich danach auszurichten: mit Glamour, Schlagfertigkeit – und einer gewissen Unnachgiebigkeit gegenüber allem, was ihr im Weg stand.

Man mag ihre Direktheit für unterhaltsam halten, sogar für befreiend in einer Welt voller diplomatischer Floskeln. Doch Eberts spöttische Anmerkung, dass solche Lebensregeln „traditionell nicht in den Himmel bringen“, trifft den Kern: Es ist eine Philosophie des Überlegenbleibens, des Siegens über andere – nicht des Miteinanders.

In Zeiten, in denen Authentizität oft über Taktgefühl gestellt wird, bleibt Kordas Haltung ein provokantes Beispiel dafür, wie viel Ego in einem Leben Platz finden kann. Ob man sie bewundert oder kritisiert – vergessen wird man sie nicht so schnell.

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