Die Bedeutung und Steigerung des Adjektivs „kaputt“

Das Wort kaputt wird im Deutschen häufig verwendet, um auszudrücken, dass etwas nicht mehr richtig funktioniert – seien es Gegenstände, Maschinen oder auch übertragen für Menschen, die erschöpft sind. Ursprünglich stammt es vom französischen „cassé“ (zerbrochen) und hat sich als festes Adjektiv im deutschen Wortschatz etabliert.

Ja, „kaputt“ ist ein Adjektiv. Es beschreibt einen Zustand, in dem etwas entzwei, zerbrochen, zerrissen oder beschädigt ist. Wenn zum Beispiel ein Handy-Display gesprungen ist oder eine Lampe keinen Strom mehr leitet, sagen wir: „Das ist kaputt.“ Der Gegenstand befindet sich damit nicht mehr in einem funktionsfähigen Zustand.

Interessant ist, dass „kaputt“ ursprünglich als nicht steigerbar galt – schließlich kann etwas entweder funktionieren oder nicht. Doch die lebendige Sprache macht hier eine Ausnahme. Umgangssprachlich werden durchaus Formen wie kaputter oder am kaputtesten verwendet. Beispiel: „Mein alter Laptop ist noch kaputter als deiner.“ Solche Steigerungen sind zwar grammatikalisch ungewöhnlich, aber im Alltag durchaus geläufig und zeigen, wie flexibel die deutsche Sprache sein kann.

Wichtig ist jedoch der Kontext: In der geschriebenen Standardsprache wird man die Steigerung eher vermeiden, während sie im mündlichen Austausch völlig normal erscheint. Auch bei metaphorischer Verwendung – etwa „Ich bin totally kaputt“ – spielt die Steigerung oft keine Rolle, da hier eher der subjektive Zustand der Erschöpfung betont wird.

„Kaputt“ ist also mehr als nur ein umgangssprachliches Stichwort – es ist ein fest integriertes Adjektiv mit eigener Entwicklung in der Sprachpraxis.

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