Welches Mehl enthält am meisten Gluten?
Gluten ist das Klebereiweiß, das vor allem in Getreide wie Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Wer unter Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit leidet, muss besonders auf die Lebensmittel achten, die sie essen. Besonders kritisch sind hier Weizenmehl und daraus hergestellte Produkte – sie zählen zu den glutenreichsten überhaupt.
Interessanterweise weist sogar Dinkelmehl einen noch höheren Glutengehalt auf als herkömmliches Weizenmehl. Dinkel ist zwar botanisch verwandt mit Weizen, aber viele Menschen glauben fälschlicherweise, er sei „gesünder“ oder gar glutenfrei. Das ist falsch: Dinkel enthält nicht nur Gluten, sondern sogar etwas mehr als Standard-Weizen. Bei der Auswahl von Backprodukten oder Mehlen gilt daher: Je höher der Weizen- oder Dinkelanteil, desto höher der Glutengehalt.
Auch in Getränken lauert oft verstecktes Gluten. Weißbier etwa wird aus Weizen gebraut – das macht es für Menschen mit Zöliakie absolut unverträglich. Selbst kleine Mengen können bereits Beschwerden auslösen. In der EU gilt eine Grenze von 20 mg Gluten pro Kilogramm Lebensmittel für die Kennzeichnung als „glutenfrei“. Die strengere 10-mg-Grenze, wie sie von manchen Experten empfohlen wird, unterstreicht, wie wichtig eine genaue Kontrolle der Inhaltsstoffe ist.
Wer sicher gehen will, sollte daher immer auf Etiketten achten oder gezielt nach glutenfreien Alternativen wie Reis-, Buchweizen- oder Mandelmehl greifen. Die beste Wahl ist stets ein Blick auf die Zutatenliste – besonders bei verarbeiteten Produkten.
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