Wo wird Cortisol im Körper gebildet?
Der menschliche Körper produziert das Hormon Cortisol in einer kleinen Drüse, die sich über den Nieren befindet – den Nebennieren. Genauer gesagt entsteht es in der Zona fasciculata, einer Schicht der Nebennierenrinde. Dieses Hormon spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel, hilft beim Umgang mit Stress und reguliert Entzündungsprozesse im Körper.
Die Produktion von Cortisol läuft nicht willkürlich ab, sondern wird durch ein fein abgestimmtes Regelwerk im Gehirn gesteuert. Der Hypothalamus, eine Region im Gehirn, gibt das Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) ab. Dieses signalisiert der Hypophyse – auch Hirnanhangdrüse genannt –, das Hormon ACTH (Adrenocorticotropin) auszuschütten. ACTH gelangt über das Blut zu den Nebennieren und regt dort die Bildung von Cortisol an.
So entsteht ein geschlossener Regelkreis: Steigt der Cortisolspiegel im Blut, meldet das Gehirn „genug produziert“ und drosselt die Freisetzung von CRH und ACTH. Sinkt der Spiegel hingegen – etwa bei Stress oder morgens nach dem Aufwachen –, wird der Prozess wieder angekurbelt. Besonders morgens erreicht Cortisol übrigens seinen höchsten Stand, um den Körper für den Tag zu aktivieren.
Störungen in diesem System können zu gesundheitlichen Problemen führen – etwa bei zu viel oder zu wenig Cortisol. Doch bei den meisten Menschen funktioniert dieser feine Mechanismus Tag für Tag zuverlässig im Hintergrund.
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