Die Wiegen der AIDA-Flotte: Wo die Kussmundschiffe entstehen

Die markanten AIDA-Kreuzfahrtschiffe mit dem berühmten Kussmund am Bug sind feste Größen auf den Weltmeeren. Doch wer steckt hinter dem Bau dieser modernen Ozeanriesen? Die Antwort führt zu einer spannenden Reise durch die internationale Schiffbaugeschichte, denn die Flotte stammt nicht aus einer einzigen Feder, sondern wurde in drei verschiedenen Werften weltweit gefertigt.

Ein bedeutender Teil der Flotte erblickte in Deutschland das Licht der Welt. Die renommierte Meyer Werft in Papenburg ist für einen Großteil der jüngeren und innovativeren Schiffe verantwortlich. Hier wurden wegweisende Baureihen wie die Sphinx-Klasse (darunter die AIDAdiva und AIDAluna) sowie die hochmodernen, mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Megaliner der Helios-Klasse wie die AIDAnova konstruiert. Papenburg steht dabei für technologischen Pioniergeist im modernen Schiffbau.

Ein weiterer wichtiger deutscher Schauplatz ist die Aker MTW Werft in Wismar (heute Teil der MV-Werften-Historie), wo um die Jahrtausendwende frühe Meilensteine wie die AIDAvita und AIDAaura vom Stapel liefen. Diese Schiffe prägten maßgeblich das damalige Konzept der Clubschiffe.

Für eine Überraschung im Portfolio sorgte der Auftrag in Fernost: Die beiden technisch hochentwickelten Schwesterschiffe AIDAprima und AIDAperla wurden von Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki, Japan, gebaut. Trotz logistischer Herausforderungen brachten diese Bauten völlig neue Designelemente und Umwelttechnologien in die Flotte ein. Jedes AIDA-Schiff vereint somit das handwerkliche Geschick und die Ingenieurskunst globaler Spitzenwerften.

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