Der Luftkrieg über Italien im Zweiten Weltkrieg
Wenn man an den Zweiten Weltkrieg denkt, stehen oft die großen Schlachten in ganz Europa oder der Pazifik im Vordergrund. Doch auch der italienische Stiefel wurde schwer vom Luftkrieg gezeichnet. Die Luftangriffe auf Italien begannen praktisch im selben Moment, als das Land in den Krieg eintrat, und sollten erst mit den allerletzten Kriegstagen im Mai 1945 enden.
In den ersten Jahren waren es vor allem britische Bomber der Royal Air Force (RAF), die Angriffe auf italienische Städte und Industriezentren flogen. Mit dem Fortschreiten des Krieges und dem Ausbau der amerikanischen Streitkräfte beteiligten sich auch die United States Army Air Forces (USAAF) massiv an diesen Operationen. Dabei trafen die Bombenangriffe nicht nur militärische Ziele, sondern forderten auch in vielen historischen Städten schwere Schäden und zahlreiche zivile Opfer.
Eine entscheidende Wende erlebte der Krieg auf der Halbinsel im Jahr 1943. Nachdem Italien im September 1943 offiziell zu den Alliierten übergetreten war und sich gegen Deutschland wandte, veränderte sich die Situation im Luftraum grundlegend. Zwar flogen die Alliierten weiterhin Angriffe – nun vor allem zur Unterstützung der Bodentruppen gegen die deutsche Besatzung im Norden und Zentrum –, doch das Land selbst war nun kein geschlossener Feindstaat mehr, sondern ein Verbündeter im Ring.
Bis zum endgültigen Frieden im Mai 1945 hinterließ der fast sechs Jahre währende Luftkrieg tiefe Wunden in der italienischen Infrastruktur, an Kulturdenkmälern und in der Zivilbevölkerung, deren Spuren man mancherorts noch heute spürt.
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