Wer trägt ein US-Regierungskennzeichen?
Wer in den USA ein Fahrzeug mit offensichtlich offiziellem Nummernschild sieht, könnte meinen, es handele sich um ein staatliches Fahrzeug. Tatsächlich gibt es nur zwei Gruppen, die ein echtes US-Regierungskennzeichen führen dürfen: die eigene Bundesflotte und ausländische Diplomaten.
Die US-Bundesregierung selbst vergibt Kennzeichen – nicht einzelne Bundesstaaten – für alle Fahrzeuge, die ihrem Eigentum oder diplomatischen Vertretungen angehören. Dazu gehören Limousinen für Botschafter, Geländewagen von diplomatischen Missionen und Dienstfahrzeuge bundesstaatlicher Behörden wie dem FBI oder der US-Post.
Interessant ist die Entwicklung bis in die 1980er Jahre: Damals waren es noch die Bundesstaaten, die Diplomatenkennzeichen ausstellten – je nachdem, wo sich die betreffende Botschaft oder das Konsulat befand. So konnte man ein Kennzeichen aus New York oder Kalifornien sehen, selbst wenn der Wagen in Washington parkte. Heute wird diese Aufgabe zentral durch die Bundesregierung geregelt, was für einheitliche Vorschriften und bessere Kontrolle sorgt.
Diese speziellen Nummernschilder – oft mit Codes wie „CMD“ (Chief of Mission) oder „DC“ (Diplomatic Corps) – sind nicht nur ein Zeichen von Sonderrechten, sondern auch unter diplomatischem Recht geschützt. Sie signalisieren Immunität und spielen eine wichtige Rolle im internationalen Verkehr in den USA.
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