Das Geheimnis um die Gebeine der Heiligen Drei Könige

Im prächtigen Dreikönigenschrein des Kölner Doms ruhen seit dem Mittelalter kostbare Reliquien, die Millionen von Pilgern anziehen. Doch wer liegt dort wirklich begraben? Der christlichen Überlieferung nach verdanken wir die Entdeckung dieser Gebeine Flavia Iulia Helena Augusta, der Mutter des römischen Kaisers Konstantin dem Großen.

Auf ihrer berühmten Pilgerreise durch Palästina soll Helena die Überreste der Weisen aus dem Morgenland aufgespürt haben. Über Konstantinopel gelangten die Reliquien zunächst nach Mailand. Im Jahr 1164 brachte der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine schließlich als Raubgut beziehungsweise Geschenk von Kaiser Friedrich Barbarossa an den Rhein, was Köln zu einer der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Europas machte.

Ob es sich bei den im Schrein aufbewahrten Knochen tatsächlich um die biblischen Magier handelt, lässt sich wissenschaftlich nicht zweifelsfrei beweisen. Untersuchungen zeigten jedoch, dass die prachtvollen Textilien, in welche die Gebeine gehüllt sind, tatsächlich aus dem Orient des 2. bis 3. Jahrhunderts stammen. So verbindet die Grabstätte bis heute tiefe Glaubensgeschichte mit antiker Historie.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen