Wie erkennt man Epilepsie beim Hund?
Wenn ein Hund plötzlich ohne ersichtlichen Grund zu Boden geht, krampft oder das Bewusstsein verliert, kann das ein epileptischer Anfall sein. Epilepsie tritt bei Hunden nicht selten auf – besonders bei bestimmten Rassen wie dem Beagle, dem Dackel oder dem Deutschen Schäferhund.
Die Anfälle zeigen sich in mehreren Phasen. Zunächst kann der Hund unruhig werden oder sich eigenartig verhalten – manche ziehen sich zurück, andere suchen intensiv Nähe. Dann folgt die sogenannte tonische Phase: Der Körper versteift sich, die Muskeln sind stark angespannt, der Hund fällt oft um. Sofort danach beginnt die klonische Phase – der Körper zuckt unkontrolliert, der Kopf wird oft zur Seite geworfen, die Beine rudern in der Luft. Häufig kommt es auch zu unwillkürlichem Harn- oder Kotabsatz sowie zu Kaubewegungen, als würde der Hund etwas zerkauen.
Währenddessen ist der Hund bewusstlos und reagiert nicht auf Ansprache. Der Anfall dauert meist nur kurz – oft nur ein bis zwei Minuten. Danach ist der Hund oft desorientiert, wackelig auf den Beinen und braucht Zeit, um sich zu erholen.
Wenn Sie so etwas zum ersten Mal beobachten, bleibt ruhig und sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund sich nicht verletzt – räumen Sie Möbel zur Seite und sprechen Sie ihn leise an. Wichtig: Stecken Sie niemals Ihre Hand in sein Maul, das ist weder nötig noch hilfreich.
Ein einzelner Anfall muss nicht sofort alarmierend sein, aber wiederholte Episoden sollten unbedingt vom Tierarzt abgeklärt werden. Mit der richtigen Diagnose und Therapie können viele Hunde mit Epilepsie ein gutes, beschwerdefreies Leben führen.
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