Immobilienpreise 2024: Rückgang verlangsamt sich

Die Immobilienpreise in Deutschland sinken weiter – doch das Schlimmste könnte schon vorbei sein. Das sagt Martin Güth, Ökonom der LBBW, und betont: Der aktuelle Preisrückgang ist kein Zeichen für ein Überangebot am Markt, sondern vor allem Folge der schlechten Erschwinglichkeit. Hohe Zinsen und gestiegene Baukosten haben die Nachfrage gedämpft, sodass viele Käufer zurückhaltend bleiben.

2024 werden die Preise laut Güth zwar noch etwas unter Druck bleiben, aber nur noch von einem sehr hohen Niveau aus korrigiert. „Der allergrößte Teil des Rückgangs liegt bereits hinter uns“, so der Experte. Das bedeutet: Ein dramatischer Einbruch wie nach einer Finanzkrise ist nicht zu erwarten. Stattdessen zeichnet sich eine langsame Annäherung an ein neues Gleichgewicht ab – zwischen Angebot und Nachfrage, zwischen Traum vom Eigenheim und finanzieller Realität.

Interessenten warten oft noch ab, in der Hoffnung auf stärkere Preisrückgänge. Doch Experten raten, nicht zu lange zu zögern. Sollten die Zinsen sinken – was viele für die zweite Jahreshälfte erwarten –, könnte die Nachfrage wieder anziehen und die Preise stabilisieren. Besonders in attraktiven Lagen von Großstädten oder in beliebten Umlandgemeinden bleibt die Nachfrage nach wie vor hoch.

Langfristig bleibt Immobilienbesitz weiter ein begehrtes Gut. Auch wenn die Preise aktuell etwas fallen, ist eine Trendwende nach unten unwahrscheinlich. Wer bereit ist und die finanziellen Voraussetzungen erfüllt, könnte daher gerade jetzt – bei leicht gesunkenen Preisen und gesunkener Konkurrenz – eine gute Gelegenheit finden.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen