Wie alt ist die Erde wirklich?

Die Erde feiert sozusagen alle 4,5 Milliarden Jahre Geburtstag – zumindest laut den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Genau genommen entstand unser Planet vor etwa 4,5 Milliarden Jahren, mit einer möglichen Abweichung von zehn Millionen Jahren nach oben oder unten. Als Startpunkt gilt der Zeitpunkt, zu dem die Erde rund 99 Prozent ihrer heutigen Masse erreicht hatte. Damals sammelte sich Staub und Gestein in der jungen Sonnenumgebung und formte durch Kollisionen und Gravitation langsam die Welt, auf der wir heute leben.

Interessant ist, dass die Erde trotz ihres hohen Alters keineswegs „fertig“ ist. Sie verändert sich bis heute – durch Vulkane, Erdbeben, Plattentektonik und klimatische Prozesse. Die Oberfläche, die wir bewohnen, ist nur die dünne Kruste eines lebendigen, aktiven Planeten. Im Inneren brodelt es noch immer, und die Kontinente verschieben sich Jahr für Jahr um wenige Zentimeter. Selbst das Leben hat maßgeblich an der Gestaltung der Erde mitgewirkt – von den ersten Bakterien vor Milliarden von Jahren bis hin zu uns Menschen heute.

Während wir also wissen, wann die Erde ungefähr entstand, bleibt ihre Geschichte ein fortlaufendes Kapitel. Forscherinnen und Forscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) betonen daher: „Die Erde ist noch nicht fertig“. Und solange die Plattentektonik läuft, Vulkane ausbrechen und das Klima sich wandelt, wird unser Heimatplanet weiterleben – und sich weiterentwickeln.>

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