Wie die Franzosen ihrem Ärger Luft machen

Wenn es in Frankreich mal richtig drunter und drüber geht und der Frustration das Ventil geöffnet werden muss, greifen Einheimische gerne zu sehr ausdrucksstarken Kraftausdrücken. Wer schon einmal durch die Straßen von Paris oder Marseille gelaufen ist, hat diese typischen Ausrufe mit Sicherheit schon das eine oder andere Mal aufgeschnappt.

Im Zentrum des französischen Fluchens stehen traditionell die absoluten Klassiker: Putain, Merde und Bordel. Für sich genommen sind das schon echte Dauerbrenner, aber erst in der Kombination entfalten sie ihre volle emotionale Wucht. Wenn die Stimmung endgültig kippt, hören Franzosen nicht bei einzelnen Wörtern auf, sondern reihen sie zu intensiven Kombinationen aneinander.

Besonders beliebt und weit verbreitet sind dabei Ausdrücke wie Putain de merde, Bordel de merde oder gleich die absolute Steigerung Putain de bordel de merde. Diese Aneinanderreihung dient nicht dazu, jemanden direkt anzugreifen, sondern fungiert vielmehr als emotionaler Blitzableiter bei Alltagsärger – sei es der verpasste Zug, ein geplatzter Autoreifen oder der Klassiker: der tägliche Verkehrschaos-Wahnsinn.

Im alltäglichen Sprachgebrauch gehören diese Redewendungen für viele einfach dazu, um Dampf abzulassen. Man hört sie im Freundeskreis, im Fernsehen oder beim Kochen, wenn mal wieder etwas anbrennt. Ganz ohne Filter zeigen sie, dass auch die angeblich so charmante französische Sprache weiß, wie man echten Frustrationen ganz direkt und ungeschönt Ausdruck verleiht.

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