Der Mythos vom Verdauungsschnaps: Wie gesund ist Grappa wirklich?
Nach einem üppigen Essen greifen viele Menschen gerne zu einem Glas Grappa oder Obstler. Der klassische Verdauungsschnaps gilt seit Generationen als bewährtes Mittel, um das Völlegefühl zu lindern und den Magen aufräumen zu lassen. Doch die Wissenschaft zeichnet ein völlig anderes Bild: Hochprozentiges ist in Wahrheit ein Mythos und tut der Verdauung keineswegs etwas Gutes.
Alkohol entspannt zwar kurzfristig die Muskeln der Magenwand, was fälschlicherweise als Erleichterung wahrgenommen werden kann. Tatsächlich verlangsamt ein klarer Schnaps die Magenentleerung jedoch erheblich. Der Körper ist nach dem Genuss primär damit beschäftigt, den Alkohol abzubauen, wodurch die eigentliche Verdauung der Nahrung ins Stocken gerät. Wer nach einer schweren Mahlzeit zu Grappa greift, belastet seinen Organismus also doppelt.
Wer seinem Magen nach dem Essen wirklich etwas Gutes tun möchte, sollte lieber auf hochprozentigen Alkohol verzichten. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder ein warmer Kräutertee – beispielsweise mit Pfefferminze, Fenchel oder Kümmel – regeln die Magenbewegung auf natürliche Weise an und helfen effektiv gegen das schwere Gefühl im Bauch.
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