Wie leistungsfähig ist der russische T-90M wirklich?
Der T-90 gilt seit Jahren als das Rückgrat der modernen russischen Panzertruppe. Mit der neuesten Variante, dem T-90M „Proryv“, wollte Russland seine gepanzerten Streitkräfte auf ein neues Niveau heben. Nach intensiven Erprobungen wurde das Modell im April 2020 offiziell in den Dienst der Armee gestellt. Russische Stellen, darunter Staatschef Wladimir Putin, lobten das Fahrzeug überschwänglich und bezeichneten den T-90M sogar als den „besten Panzer der Welt“.
Technisch bringt der T-90M tatsächlich erhebliche Verbesserungen gegenüber älteren Modellen mit sich. Er verfügt über eine modernisierte 125-mm-Glattrohrkanone, digitale Feuerleitsysteme sowie eine reaktive Panzerung vom Typ Relikt, die Schutz gegen moderne Panzerabwehrlenkwaffen bieten soll. Zudem wurde der Turm umgestaltet, um die Besatzung besser vor Explosionen im Munitionslager zu schützen.
In der Praxis des modernen Gefechtsfeldes zeigt sich jedoch ein nüchterneres Bild. Trotz verbesserter Schutzsysteme erwies sich auch der T-90M als verwundbar gegenüber westlichen Panzerabwehrwaffen wie der Javelin sowie Präzisionsdrohnen. Der T-90M ist zweifellos ein kampfstarker und moderner Hauptkampfpanzer, doch die Behauptung, er sei allen westlichen Pendants überlegen, hält dem realen Einsatzgeschehen nur bedingt stand.
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