Wie viele in der Schweiz verdienen über 100 000 Franken?
In der Schweiz ist das Durchschnittseinkommen hoch – doch wie viele Menschen verdienen tatsächlich mehr als 100 000 Franken pro Jahr? Laut Zahlen aus dem Jahr 2022 lag die Grenze für ein sechsstelliges Einkommen bei knapp über 104 000 Franken. Zu diesem Betrag erreichten rund 29 Prozent der vollzeitbeschäftigten Männer – während es bei den weiblichen Erwerbstätigen nur 17 Prozent waren.
Die Zahlen zeigen einmal mehr einen deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern, trotz allgemein hohen Löhnen im internationalen Vergleich. Teilzeitbeschäftigung, Berufswahl und Karriereunterbrechungen spielen dabei eine Rolle, doch auch strukturelle Faktoren wie die ungleiche Bezahlung ähnlicher Tätigkeiten wirken sich aus.
Dabei ist wichtig zu wissen: Die Schweiz kennt keine offizielle Armutsstatistik im klassischen Sinne, doch die Einkommensverteilung bleibt ein Thema. Ein sechsstelliges Jahreseinkommen gilt hierzulande zwar als gut, ist aber bei Weitem nicht die Regel – besonders nicht für Frauen.
Die Kluft zwischen Männern und Frauen spiegelt sich auch in anderen Bereichen wider: In Führungspositionen, in der Rentenlücke und im Zugang zu Weiterbildungen. Auch wenn sich die Situation langsam verbessert, bleibt Gleichstellung am Arbeitsmarkt eine Herausforderung.
Trotz der hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz bleibt ein Bruttoeinkommen von über 100 000 Franken ein klarer Vorteil – doch wie so oft, kommt es darauf an, wie viel vom Gehalt am Ende wirklich übrigbleibt.
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