Die Steigerung von Adjektiven im Deutschen

Wenn wir über Eigenschaften sprechen, wie Größe, Schönheit oder Schnelligkeit, nutzen wir im Deutschen verschiedene Formen von Adjektiven – sogenannte Steigerungsformen. Es gibt insgesamt drei: den Positiv, den Komparativ und den Superlativ.

Der Positiv ist die Grundform des Adjektivs, also zum Beispiel „groß“. In einem Satz könnte das heißen: Der Tiger ist groß. Damit beschreiben wir einfach eine Eigenschaft, ohne sie mit etwas anderem zu vergleichen.

Wenn wir den Tiger aber mit einem anderen Tier vergleichen wollen – sagen wir, mit einem Luchs –, dann brauchen wir den Komparativ. Aus „groß“ wird dann „größer“: Der Tiger ist größer als der Luchs. Der Komparativ zeigt einen Vergleich zwischen zwei Dingen an.

Wenn wir hingegen sagen wollen, dass der Tiger das größte Raubtier in seiner Umgebung ist, nutzen wir den Superlativ. Aus „groß“ wird hier „am größten“: Der Tiger ist am größten. Oder etwas vollständiger: Der Tiger ist das größte Raubtier hier. Der Superlativ zeigt, dass eine Eigenschaft im höchsten Maß vorhanden ist – meist im Vergleich zu mehreren anderen.

Einige Adjektive steigern sich regelmäßig (wie „groß – größer – am größten“), andere haben unregelmäßige Formen, wie „gut – besser – am besten“. Mit etwas Übung wird die richtige Verwendung aber ganz natürlich. Wer die drei Stufen kennt, kann im Deutschen präzise und ausdrucksstark schreiben und sprechen.

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