Wie hoch ist ein normaler Puls bei einer 70-Jährigen?

Im Alter von 70 Jahren liegt der normale Ruhepuls meist zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Das ist ähnlich wie bei jüngeren Erwachsenen, aber es gibt individuelle Unterschiede. Bei vielen Senioren neigt der Puls im Laufe der Zeit leicht nach oben – das ist ganz normal, solange keine Symptome wie Schwindel, Atemnot oder anhaltende Müdigkeit auftreten.

Wichtig ist zu wissen, dass der Ruhepuls – also der Puls, wenn man ausgeruht ist und sich nicht bewegt – am aussagekräftigsten ist. Er sollte am besten morgens direkt nach dem Aufstehen gemessen werden. Wer regelmäßig Sport treibt, wie Spazieren, Schwimmen oder Radfahren, kann auch mit 70 einen tieferen, gesünderen Puls haben – manchmal sogar unter 60, besonders wenn das Herz gut trainiert ist.

Ein kurzfristig erhöhter Puls kann viele harmlose Ursachen haben: Aufregung, Koffein, Hitze oder eine Erkältung. Doch wenn der Puls dauerhaft über 90 liegt oder begleitet wird von Unwohlsein, sollte man einen Arzt aufsuchen. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, den Puls ab und zu zu kontrollieren, besonders bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Am Ende zählt nicht nur die Zahl: Wie sich eine 70-Jährige fühlt, ist oft wichtiger als der exakte Puls. Wer fit ist, sich wohl fühlt und keine Beschwerden hat, darf beruhigt sein – auch wenn der Puls mal am oberen Rand der Norm liegt.

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