IQ von Pandemie-Babys deutlich niedriger
Ein aktuelles Studienergebnis hat für Aufsehen gesorgt: Babys, die während der Pandemie zur Welt kamen, weisen im Durchschnitt einen deutlich niedrigeren IQ auf als Kinder davor. Während vor 2020 der durchschnittliche IQ bei etwa 100 lag, sank dieser Wert bei den sogenannten Pandemie-Babys auf durchschnittlich nur noch 78. Dieser Rückgang ist nicht nur statistisch relevant, sondern auch in der Entwicklung der Kleinen sichtbar.
Die Gründe dafür liegen vermutlich in den besonderen Lebensumständen der ersten Lebensmonate dieser Kinder. Viele wuchsen in einem Umfeld auf, das stark von sozialer Isolation, eingeschränkter Interaktion und veränderten Alltagsroutinen geprägt war. Kleinkinder brauchen Reize, Nähe und Kontakt, um sich optimal zu entwickeln – Faktoren, die während der Lockdowns oft fehlten.
Experten verweisen darauf, dass die ersten zwei Lebensjahre entscheidend für die geistige und soziale Entwicklung sind. Mangelnde Stimulanz, weniger Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen sowie die gestresste Umgebung der Eltern könnten sich negativ ausgewirkt haben. Besonders betroffen scheinen die Bereiche Problemlösung, Sprache und Feinmotorik.
Positiv ist jedoch: Die Entwicklung von Kindern ist flexibel. Mit gezielter Förderung, viel Zeit im Freien, spielerischem Lernen und liebevoller Interaktion können viele dieser Entwicklungsverzögerungen im Laufe der Zeit ausgeglichen werden. Eltern können bereits durch einfache Alltagsmomente – wie Vorlesen, gemeinsames Spielen oder Spaziergänge – viel bewirken.
Die Studie mahnt aber auch: Die gesellschaftliche Unterstützung für Familien, besonders in Krisenzeiten, muss stärker werden. Denn was Kinder brauchen, ist nicht nur Sicherheit – sondern auch die Chance, Kind zu sein.
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