Wie kann man jemanden mit Borderline beruhigen?

Wenn eine Person mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) emotional stark aufgewühlt ist, kann das für sie und ihre Umgebung sehr belastend sein. Die Frage, wie man einen „Borderliner“ beruhigen kann, ist häufig gestellt – doch es gibt keine schnelle Lösung, sondern vielmehr eine Haltung und ein Vorgehen, das Verständnis und Geduld erfordert.

Die wichtigste Hilfe bei BPS ist eine langfristige Psychotherapie. Methoden wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) haben sich als besonders wirksam erwiesen. Sie hilft dabei, emotionale Stürme besser zu steuern, suizidales Verhalten zu reduzieren und die zwischenmenschliche Stabilität zu stärken. Doch auch im Alltag kann man unterstützend wirken.

Wenn jemand gerade eine emotionale Krise durchlebt, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und nicht abzulehnend oder bevormundend zu reagieren. Manchmal reicht es schon, einfach da zu sein – ohne gleich eine Lösung liefern zu wollen. Ein Satz wie „Ich bin bei dir“ kann mehr bewirken, als man denkt. Wichtig ist, Grenzen mit Respekt zu setzen: Mitgefühl ja, aber nicht, wenn es einen selbst überfordert.

Es hilft auch, sachlich zu bleiben, statt in Schuldzuweisungen zu verfallen. Viele Betroffene leiden unter starken Ängsten vor Ablehnung und Einsamkeit. Deshalb wirken klare, vorhersehbare Reaktionen beruhigender als extreme Reaktionen – egal ob positiv oder negativ.

Letztlich geht es nicht darum, jemanden „zu retten“, sondern einen Raum zu schaffen, in dem er oder sie lernen kann, mit seinen Emotionen umzugehen. Mit der richtigen Therapie und unterstützenden Beziehungen kann sich die Lebensqualität bei BPS deutlich verbessern.

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