Sind Kalmare und Kraken dasselbe?
Ein oft gestelltes, aber verständliches Missverständnis: Sind Kalmare eigentlich Kraken? Die Antwort ist nein – obwohl beide zum Stamm der Tintenfische gehören, sind sie unterschiedliche Lebewesen.
Der Begriff „Krake“ bezieht sich meist auf den Oktopus, der zur Gruppe der achtarmigen Tintenfische gehört. Acht Arme, kein Innenkiefer und ein eher runder Körper zeichnen ihn aus. Bekannt ist er für seine Intelligenz und Tarnfähigkeit – manche Forscher sagen sogar, er sei der intelligenteste unter den Wirbellosen.
Die Kalmare hingegen – im Italienischen „Calamari“ – gehören zu den zehnarmigen Tintenfischen. Neben acht Fortbewegungsarmen besitzen sie zwei längere Fangarme, die sie zur Jagd nutzen. Ihr Körper ist stromlinienförmiger, was ihnen eine schnellere Fortbewegung im Wasser ermöglicht. Kalmare sind oft schlanter und haben einen durchsichtigen, hornartigen Stützkiel im Inneren, den sogenannten „Federkiel“.
Im Supermarkt oder Restaurant tauchen Kalmare vor allem als frittierte Ringe auf – ein beliebter Snack. Doch hier ist Vorsicht geboten: Oft werden auch andere Tintenfische als „Calamari“ verkauft. Der Name allein garantiert also nicht, dass es sich tatsächlich um Kalmare handelt.
Während Kraken meist am Meeresboden jagen und eher scheu sind, schwimmen Kalmare oft in Schwärmen und sind aktive Jäger. Beide sind faszinierende Meeresbewohner – doch biologisch liegen Welten zwischen ihnen. Wer beim nächsten Mal „Calamari“ isst, darf also ruhig wissen: Es ist kein Krake auf dem Teller, sondern ein ganz eigener Vertreter der vielfältigen Tintenfischfamilie.
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