Wie erkennt man einen ChatGPT-Aufsatz?

Lehrer stehen heute vor einer neuen Herausforderung: immer mehr Schüler nutzen künstliche Intelligenz wie ChatGPT, um Aufsätze zu schreiben. Doch Forscher haben einige typische Hinweise entdeckt, an denen man erkennen kann, ob ein Text maschinell generiert wurde.

Ein auffälliges Merkmal ist die Wiederholung von Begriffen. Während Menschen im Fließtext oft Synonyme oder abwechslungsreiche Formulierungen wählen, neigt ChatGPT dazu, dieselben Wörter mehrfach zu verwenden – besonders Schlüsselbegriffe aus der Aufgabenstellung. Auch Tautologien, also Aussagen, die sich selbst erklären oder überflüssig sind, kommen häufig vor. Beispiele wären Sätze wie: „Er war allein, also ganz allein.“

Eine weitere Warnflagge ist die Struktur: viele Absätze, die mit „jedoch“ beginnen. Diese Art, den Text zu gliedern, wirkt monoton und ist charakteristisch für den sprachlichen Stil von KI. Laut einer Studie der Cambridge University Press and Assessment von März 2024 wirken solche Texte oft „langweilig“ und „journalistisch“ – sachlich, aber ohne echte Tiefe oder persönliche Note.

Das bedeutet nicht, dass jeder flüssig formulierte Aufsatz automatisch von einer Maschine stammt. Doch kombiniert mit einem mangelnden kritischen Zugang oder einem übermäßig förmlichen Ton wird der Verdacht größer. Lehrer lernen nun, diese Muster zu erkennen – nicht, um zu kontrollieren, sondern um authentisches Denken zu fördern.

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