Warum kommt es immer wieder zu Milchstau?

Stillende Mütter kennen das nur zu gut: Plötzlich ist die Brust hart, schmerzhaft und fühlt sich angespannt an – ein Milchstau hat sich eingeschlichen. Oft tritt das in den ersten Wochen nach der Geburt auf, manche Frauen leiden aber auch immer wieder daran, besonders wenn Alltagsstress dazukommt.

Stress und Erschöpfung sind häufige Auslöser. Der Babyalltag ist anstrengend – Schlafmangel, viele Termine, zahlreicher Besuch oder emotionale Belastungen wie anstrengende Feiertage können den Körper überfordern. In solchen Phasen vergisst man leicht, ausreichend zu trinken oder sich auszuruhen. Die Milchproduktion kann dadurch gestört werden, und die Brust wird nicht mehr richtig entleert.

Auch falsche Stillpositionen oder lange Pausen zwischen den Stillmahlzeiten begünstigen einen Milchstau. Wenn das Baby nicht optimal an der Brust liegt, saugt es weniger effektiv – die Milch kann sich stauen. Dasselbe gilt, wenn Mütter aus Zeitmangel nicht stillen oder pumpen, obwohl die Brust drückt.

Wichtig ist: **Härte oder Schmerz in der Brust nicht ignorieren**. Regelmäßiges, bedarfsgerechtes Stillen, ausreichend Flüssigkeit und Ruhe helfen vorzubeugen. Wärme vor dem Stillen und sanfte Massage lockern das Gewebe, danach kann Kühlen Linderung bringen. Bei anhaltenden Beschwerden oder Fieber sollte jedoch schnell ein Arzt oder eine Stillberaterin hinzugezogen werden – denn aus einem Milchstau kann schnell eine Brustentzündung (Mastitis) werden.

Die gute Nachricht: Mit der Zeit lernt der Körper, besser auf die Bedürfnisse des Babys zu reagieren. Und auch Mütter werden routinierter – und das Risiko für Milchstau sinkt deutlich.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen