Wie lange sollte eine Wunde trocken bleiben?

Nach einer Operation fragen sich viele: Wann darf ich wieder duschen? Die gute Nachricht: Bei einer sauberen, trockenen und komplikationslosen Wunde ist oft schon zwei bis vier Tage nach dem Eingriff vorsichtiges Duschen erlaubt. Wichtig ist, dass die Naht nicht länger als nötig nass wird – besonders in den ersten Tagen.

Wasserdichte Pflaster schützen nur, wenn nötig
Solange die Wunde noch nässt oder eitert, sollte sie vor Feuchtigkeit geschützt werden. Dann sind wasserdichte Pflaster sinnvoll, um Infektionen vorzubeugen. Sobald die Wundflüssigkeit nachlässt, kann auf den Schutz verzichtet werden. Die Haut braucht auch Luft, um gut zu heilen.

Viele haben Angst, die Naht könnte aufplatzen, wenn sie nass wird. Doch das Risiko ist gering, wenn man vorsichtig ist. Warmes Wasser und sanftes Abtrocknen – am besten mit einem weichen Handtuch – sind ausreichend. Badevergnügen im See oder Schwimmbad sollte allerdings erst nach Rücksprache mit dem Arzt folgen, denn das Wasser dort enthält mehr Keime.

Letztlich hängt alles vom individuellen Heilungsverlauf ab. Bei größeren Eingriffen oder bei Diabetes etwa kann die Wunde länger brauchen. Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr nachfragen, als zu früh ins Wasser zu steigen.

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