Wie lange hält eine Tubenbelüftungsstörung an?
Wenn das Ohr verstopft ist und Geräusche gedämpft ankommen, liegt oft ein Tubenkatarrh vor – eine Belüftungsstörung der Eustachischen Röhre, die das Mittelohr mit der Nase verbindet. Besonders nach Erkältungen oder bei Heuschnupfen tritt diese Störung häufig auf. In den meisten Fällen ist das lästige Druckgefühl im Ohr harmlos und vergeht von selbst.
Meist dauert ein akuter Tubenkatarrh zwischen drei und acht Tagen. In dieser Zeit kann das Ohr pfeifen, rauschen oder sich „unter Wasser“ anfühlen. Schlucken, Gähnen oder spezielle Entlüftungsmanöver (wie das Schluckauf- oder Kaugummi-Trinken) helfen oft, die Röhre wieder zu öffnen und den Druck auszugleichen. Bei Kindern ist die Eustachische Röhre anatomisch enger, weshalb sie häufiger betroffen sind.
Doch was, wenn sich nach mehr als zehn Tagen keine Besserung einstellt? Dann spricht man von einem chronischen Tubenkatarrh. In diesen Fällen bleibt die Röhre über Wochen oder sogar Monate funktionsgestört. Die Folgen können Ohrenklingen (Tinnitus), Schwindel oder ein dauerhaftes Hörverminderung sein. Dann ist ein Besuch beim HNO-Arzt wichtig.
Der Arzt kann durch gezielte Untersuchungen feststellen, ob eine Behandlung mit abschwellenden Nasentropfen, Inhalationen oder Sprays ausreicht – oder ob beispielsweise ein Paukenröhrchen notwendig wird, um das Mittelohr künstlich zu belüften. Vorbeugen lässt sich mit gesunder Nasenpflege, Rauchverzicht und schneller Behandlung von Infekten.
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