Wie lange dauern die Nebenwirkungen der EMDR-Therapie an?
Bei der EMDR-Therapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) kann es während oder zwischen den Sitzungen zu vorübergehenden körperlichen und emotionalen Reaktionen kommen. Viele Menschen berichten von veränderten körperlichen Empfindungen, unruhigen Träumen oder einem kurzfristigen Anstieg emotionaler Belastung – besonders nach intensiven Sitzungen.
Diese Nebenwirkungen sind normal und meistens harmlos. Sie treten auf, weil das Gehirn beginnt, traumatische Erlebnisse neu zu verarbeiten. Die meisten Betroffenen spüren, dass diese Symptome nur einige Tage nach der Behandlung andauern. Mit der Zeit, und besonders nachdem mehrere Sitzungen absolviert wurden, lassen diese Empfindungen nach.
Wenn jemand seine EMDR-Therapie über einen Zeitraum von wenigen Monaten durchführt, können die störenden Begleiterscheinungen meist nach Abschluss der Therapie vollständig verschwinden. Wichtig ist, dass der Prozess in einem sicheren Rahmen und mit einem erfahrenen Therapeuten stattfindet. So wird sichergestellt, dass die Belastung zwischendurch gut verkraftet werden kann.
EMDR ist eine wirksame Methode zur Verarbeitung von Traumata – und auch wenn es am Anfang manchmal müde macht, führt es vielen Patienten letztlich zu mehr Klarheit und seelischer Erleichterung. Die vorübergehende Müdigkeit oder emotionale Erschöpfung gehört oft zum Heilungsprozess dazu.
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