Wie lange ist MRSA ansteckend?

MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ist ein Bakterium, das gegen viele gängige Antibiotika resistent ist. Die Ansteckungsgefahr hängt direkt davon ab, ob der Erreger im oder auf dem Körper noch nachgewiesen werden kann. Solange das Bakterium vorhanden ist, besteht auch die Möglichkeit, es auf andere Menschen zu übertragen.

Ohne eine gezielte Behandlung – die sogenannte Sanierung – können betroffene Personen den Erreger sehr lange in sich tragen. Oft besiedelt MRSA symptomlos die Haut oder die Nasenschleimhaut. In solchen Fällen kann die Besiedlung problemlos über ein Jahr oder sogar dauerhaft anhalten, ohne dass die Person selbst krank wirkt.

Die Übertragung erfolgt meist durch direkten Hautkontakt oder über verunreinigte Gegenstände und Flächen. Während gesunde Menschen mit starkem Immunsystem häufig nur Träger sind, stellt das Bakterium vor allem für ältere, geschwächte oder frisch operierte Personen in Krankenhäusern und Pflegeheimen ein Risiko dar.

Um die Ansteckungsfähigkeit zu beenden, wird eine spezielle Sanierung durchgeführt. Dabei kommen antiseptische Nasensalben, spezielle Waschlotionen und Mundspülungen zum Einsatz. Erst wenn mehrere aufeinanderfolgende Abstriche negativ ausfallen, gilt die Person nicht mehr als ansteckend. Ein konsequentes Einhalten von Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren, ist bis dahin unerlässlich.

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