Wie läuft eine Operation bei Blasensenkung ab?
Wenn die Blase sich nach unten verlagert und Beschwerden wie Druckgefühl, Inkontinenz oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen verursacht, spricht man von einer Blasensenkung. Um dies zu beheben, ist oft ein chirurgischer Eingriff notwendig – meist schonend mittels Bauchspiegelung.
Die Operation erfolgt überwiegend laparoskopisch, also minimalinvasiv. Das bedeutet: Anstelle eines großen Schnitts in der Bauchdecke werden nur drei bis vier kleine Einschnitte an der Unterbauchregion vorgenommen. Durch diese werden feine Instrumente, eine Kamera und Licht eingeführt. Die Kamera überträgt das Geschehen auf einen Monitor, sodass der Chirurg alle Schritte präzise verfolgen kann.
Das Ziel ist es, die Blase wieder in ihre natürliche Position zu bringen und mit Hilfe von Bändern oder einem körperfremden Netz (Implantat) zu stützen. Dadurch wird der Wiederaustritt von Urin oder das Gefühl einer „heruntergefallenen“ Blase deutlich reduziert oder ganz beseitigt.
Der Vorteil dieser Methode liegt auf der Hand: kürzere Krankenhausaufenthalte, weniger Schmerzen nach der OP und schnellere Genesung im Vergleich zu offenen Bauchoperationen. Die meisten Patientinnen können bereits nach wenigen Tagen wieder nach Hause gehen und die körperliche Belastung schrittweise wieder aufnehmen.
Wie bei jeder Operation gibt es auch Risiken – etwa Infektionen, Blutungen oder Verletzungen benachbarter Organe. Doch bei erfahrenen Chirurgen sind diese Komplikationen selten. Wichtig ist, vor der OP ausführlich mit dem Arzt zu sprechen, um den individuellen Ablauf und mögliche Alternativen zu besprechen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.