Wie erkennt man eine Darmverschlingung?

Eine Darmverschlingung, medizinisch oft als Volvulus bezeichnet, ist eine ernste Erkrankung, die schnell erkannt werden muss. Sie entsteht, wenn ein Abschnitt des Darms sich um sich selbst dreht und dadurch den Durchgang für Nahrung und Verdauungssäfte blockiert. Die Symptome können plötzlich auftreten und sind oft heftig.

Ein erstes Anzeichen kann starker, anhaltender Bauchschmerz sein, der manchmal wellenartig kommt und geht. Im Gegensatz zu leichteren Verdauungsproblemen lässt sich dieser Schmerz kaum durch Ruhe lindern. Begleitet wird er häufig von Übelkeit, Erbrechen und einer deutlich aufgeblähten Bauchgegend. Bei manchen Patienten tritt zudem Fieber auf – ein Hinweis darauf, dass es zu einer Strangulation gekommen sein könnte, also einer Einschnürung des Darms, die das Blut abriegelt.

Interessanterweise kann bei einem teilweisen Darmverschluss auch Durchfall auftreten, obwohl man bei einem Verschluss eher Verstopfung erwarten würde. Das liegt daran, dass Flüssigkeit und kleine Partikel noch hinter die blockierte Stelle gelangen können, was dann als wässriger Stuhl austritt. Bei einem kompletten Verschluss stellt sich hingegen oft eine Stuhl- und Gasverhaltung ein.

Da die Symptome je nach Lage und Schwere der Darmverschlingung variieren können, ist eine schnelle ärztliche Abklärung wichtig. Wer plötzlich heftige Bauchschmerzen mit Fieber oder auffälligen Verdauungsstörungen hat, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine rechtzeitige Behandlung kann schwerwiegende Komplikationen wie einen Darmwandabriss oder eine Blutvergiftung verhindern.

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