Wie merkt man, dass eine Katze Schmerzen hat?

Wenn eine Katze Schmerzen hat, miaut sie oft nicht lauter oder häufiger, wie viele Menschen glauben. Im Gegenteil: Katzen sind Meister darin, Schwäche zu verbergen – ein Überbleibsel aus ihrer Natur, wo offensichtliche Verletzungen sie vor Fressfeinden hätten ausliefern können.

Die Anzeichen für Schmerz sind daher fein, leise, leicht zu übersehen. Eine veränderte Haltung, etwa ein krummer Rücken oder das verkrampfte Stehen auf den Pfoten, kann ein Hinweis sein. Auch das Verhalten ändert sich: Viele Katzen ziehen sich plötzlich zurück, verstecken sich oder lassen sich ungewöhnlich selten streicheln. Selbst die Katzentoilette kann ein Indiz sein – wenn die Katze plötzlich daneben uriniert, liegt das vielleicht nicht an schlechten Manieren, sondern an Schmerzen beim Hocken.

Weitere typische Zeichen: vermehrtes Lecken an einer bestimmten Körperstelle, verminderte Bewegungsfreude, Appetitlos. Manche Katzen werden auch unruhig, miauen leise oder jaulen, wenn sie eine schmerzhafte Stelle berührt wird. Doch oft bleibt alles so subtil, dass der Besitzer es gar nicht als Notruf erkennt.

Wichtig ist daher: Je besser man seine Katze kennt, desto eher fällt eine Veränderung auf. Wenn etwas anders wirkt – nicht nur im Verhalten, sondern auch im Gang oder in der Art, wie sie sich legt – sollte man genauer hinschauen. Bei Verdacht auf Schmerzen ist ein Besuch beim Tierarzt keine Überreaktion, sondern verantwortungsvolles Handeln. Denn Schmerz ist niemals normal – bei Katzen schon gar nicht.

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