Die Jakubine und die Kranzmarie – weibliche Köbes im Kölner Brauchtum

Im bunten Treiben der Kölner Brauhäuser ist der Köbes eine feste Größe. Doch wie sieht es mit den Frauen aus? Gibt es auch weibliche Köbes – und wie nennt man sie? Die Antwort steckt im kölschen Dialekt und einer Prise Lokalstolz.

Der weibliche Köbes wird im Volksmund liebevoll als Jakubine bezeichnet – eine Abwandlung von „Jakob“, angepasst an die weibliche Form. Der Name hat Tradition und taucht immer wieder in der Kölner Sprachkultur auf. Doch es gibt noch eine andere, ebenso charmante Bezeichnung: Kranzmarie. Dieser Name leitet sich vom „Kölschen Kranz“ ab, dem typischen Bierkranz, den die Köbes tragen. So wie der Kranz die Verbindung zum Brauhaus symbolisiert, wird mit „Kranzmarie“ spielerisch die weibliche Rolle im Biergetriebe gewürdigt.

In der Praxis ist die Anwesenheit von Frauen hinterm Ausschank zwar noch nicht ganz so verbreitet wie bei ihren männlichen Kollegen, doch langsam ändert sich das. In vielen Kölner Brauhäusern sieht man heute auch Frauen mit Tablett und Kölsch-Päckchen – stolz, flott und mit Humor. Sie verkörpern den kölschen Charme genauso wie die Jakobine von früher.

Die Bezeichnungen Jakubine oder Kranzmarie sind mehr als nur Worte – sie sind ein Stück lebendige Kultur. Sie zeigen, wie Köln seine Traditionen pflegt, aber auch mit der Zeit geht. Ob mit Kranz oder ohne – wer Kölsch mit Herz ausschenkt, gehört dazu.

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