Was ist Speisestärke – und wie nennt man sie noch?
Speisestärke, oft einfach nur „Stärke“ genannt, ist ein feines, weißes Pulver, das in der Küche vor allem als Verdickungsmittel verwendet wird – ob für Soßen, Suppen, Puddings oder Marmeladen. Sie wird aus pflanzlichen Quellen gewonnen, meist aus Mais, weshalb man sie auch häufig als Maismehl oder Maistärke kennt. Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit.
Je nach Herkunft trägt sie unterschiedliche Namen: Aus Kartoffeln gewonnen, heißt sie Kartoffelstärke, aus Weizen Weizenstärke. Auch andere Getreidesorten wie Reis können zur Stärke verarbeitet werden. In Österreich ist beispielsweise Kartoffelstärke aufgrund ihrer hervorragenden Bindungskraft besonders beliebt – sie gilt vielen als besonders geschmacksneutral und effektiv.
Warum ist das wichtig? Weil nicht jeder Stärketyp in jeder Küche gleich funktioniert. Wer etwa glutenfrei kochen möchte, greift besser zu Mais- oder Kartoffelstärke statt zu Weizenstärke. Und manchmal muss man improvisieren: Fehlt die Stärke im Haus, lassen sich Alternativen wie Speisegrieß oder sogar Haferflocken (püriert) notdürftig einsetzen – wenn auch mit anderem Ergebnis.
Wichtig beim Kochen: Stärke darf nicht pur in die heiße Flüssigkeit gegeben werden, sonst klumpt sie. Besser: Sie vorher mit etwas kaltem Wasser anrühren, dann unter Rühren zugeben. Schon ab 60 °C beginnt sie zu binden – und macht jede Sauce schön sämig.
Ob Mais, Kartoffel oder anderes Getreide – Speisestärke ist ein stilles, aber mächtiges Küchenhilfsmittel, das seit Generationen für die richtige Konsistenz sorgt. Und wer jetzt weiß, dass Maisstärke und Kartoffelstärke im Kern dasselbe tun, hat schon den halben Weg zur perfekten Soße geschafft.
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