Wie funktioniert die Herzdruckmassage bei einem Herzstillstand?

Wenn jemand plötzlich bewusstlos ist und nicht mehr atmet, kann eine schnelle Reaktion Leben retten. In solchen Fällen ist es entscheidend, sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Laut den Empfehlungen des ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) gilt die bewährte Regel: 30-mal drücken, dann zwei Atemstöße geben – sofern man ausgebildet ist und sicher helfen kann.

Die Herzdruckmassage beginnt in der Mitte des Brustkorbs. Hier wird mit beiden Händen kräftig und gleichmäßig senkrecht nach unten gedrückt – jeweils etwa sechs bis sieben Zentimeter tief. Die ideale Frequenz liegt bei etwa 100 Stößen pro Minute. Ein praktischer Tipp: Halten Sie sich den Rhythmus des bekannten Songs „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees vor Augen – dieser hat exakt die richtige Schlagzahl.

Wichtig ist, dass die Massage nicht unterbrochen wird, bis der Rettungsdienst eintrifft oder ein Defibrillator bereitsteht. Jede Pause vermindert die Überlebenschancen des Betroffenen. Selbst wenn Sie keine Ausbildung haben, ist es besser, zumindest die Herzdruckmassage durchzuführen, als nichts zu tun. Die Gefahr, durch falsche Handgriffe mehr zu schaden, ist deutlich geringer als das Risiko, durch Unterlassung zu spät zu helfen.

Die Wiederbelebung nach einem Kreislaufstillstand ist eine einfache, aber lebensrettende Maßnahme. Jeder kann helfen – und oft macht der erste Helfer vor Ort den entscheidenden Unterschied. Beherzt eingreifen, Notruf wählen, weitermachen: Diese drei Schritte retten Leben.

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