Die einmalige Begattungsflug der Bienenkönigin
Im Leben einer Bienenkönigin gibt es einen entscheidenden Moment, der ihre zukünftige Rolle im Bienenvolk bestimmt: der Begattungsflug. Dieser findet nur einmal statt – meist wenige Tage nach ihrem Schlüpfen, bei günstigem Wetter. Danach kehrt sie für den Rest ihres Lebens nicht mehr zu solchen Flügen zurück.
Während dieses einen Ausflugs trifft die junge Königin auf mehrere Drohnen, meist in der Luft über offenen Feldern oder Waldlichtungen. Hier werden die Begattungsflüge durchgeführt. Dabei nimmt sie das Sperma mehrerer Drohnen auf, das sie dann lebenslang in einem speziellen Organ – der Spermathek – speichert. Diese gespeicherte Samenflüssigkeit reicht aus, um über Jahre hinweg tausende von Eiern zu befruchten.
Interessant ist, dass die Königin nicht mit Drohnen aus ihrem eigenen Volk paart, um Inzucht zu vermeiden. Stattdessen fliegt sie oft weit genug, um Männchen aus anderen Völkern zu treffen. Dies sorgt für eine gesunde genetische Vielfalt im Stock.
Die Kraft dieser einen Paarung hält tatsächlich ihr gesamtes Leben lang an. Eine Königin kann bis zu fünf Jahre leben, besonders in gut geführten Bienenstöcken. Doch schon nach etwa zwei bis drei Jahren lässt ihre Legekraft nach – dann wird sie vom Volk oft durch eine neue Königin ersetzt.
So mag der Begattungsflug nur ein kurzer Moment im Leben der Königin sein, doch seine Bedeutung ist enorm: Er sichert den Fortbestand des gesamten Bienenvolks.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.