Was ist Speisestärke und wie erkennt man sie?

Speisestärke ist ein lebensmittelspezifisches Pulver, das auf den ersten Blick leicht mit Puderzucker verwechselt werden kann. Sie ist strahlend weiß und unglaublich fein – so fein, dass sie sich fast schwerelos anfühlt, wenn man sie zwischen den Fingern reibt. Doch während Puderzucker süß schmeckt, ist Speisestärke geschmacksneutral und dient in der Küche vor allem als zuverlässiger Helfer beim Andicken.

Ihre große Stärke ist die Bindungsfähigkeit. Ob bei Suppen, Soßen oder süßen Fruchtgelees – ein kleiner Löffel Speisestärke sorgt dafür, dass Flüssigkeiten sämig werden, ohne das Aroma zu verfälschen. Viele Hobbyköchinnen und -köche schwören darauf, besonders wenn es darum geht, eine klare, glänzende Konsistenz zu erreichen, ohne Mehlschwemme oder Klümpchen zu riskieren.

Überraschend für manche: Speisestärke wird nicht nur zum Binden genutzt. In der Backstube hat sie eine besondere Rolle. Wer beim Backen von Kuchen oder Plätzchen teilweise Mehl durch Speisestärke ersetzt, erhält oft eine zartere, weichere Textur. Das liegt daran, dass die Stärke die Glutenbildung im Mehl hemmt – das Gebäck wird dadurch mürber und luftiger.

Gewonnen wird die Stärke meist aus Kartoffeln, Mais oder Weizen. Im Supermarkt findet man sie meist in einer schlichten Tüte oder Dose im Regal neben Mehl und Backzutaten. Wichtig: Sie sollte trocken und kühl gelagert werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten kann.

Ob zum Andicken, Glänzen oder Verfeinern – Speisestärke ist ein unscheinbares, aber mächtiges Küchenmittel, das in vielen Haushalten längst unverzichtbar ist.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen