Wie viel Steuern bei einer 1.800-Euro-Rente?

Wenn man mit 1.800 Euro im Monat in Rente geht, fragt sich natürlich: Wie viel bleibt am Ende wirklich übrig? Im Jahr 2023 war für viele Ruheständler entscheidend, wie hoch die steuerpflichtigen Einkünfte aus der Rente sind.

Nehmen wir das Beispiel von Susanne, die 2022 in den Ruhestand ging. Sie bezieht eine Bruttorente von 1.800 Euro monatlich – das sind 21.600 Euro im Jahr. Doch nicht davon muss Steuern gezahlt werden. Seit 2005 steigt der steuerfreie Anteil der Rente schrittweise an. Bei Rentenbeziehern, die nach 2020 in Rente gingen, liegt der Rentenfreibetrag im Jahr 2023 bei 3.888 Euro jährlich. Das bedeutet: Von Susannes 21.600 Euro sind knapp 18 % steuerfrei.

Das versteuerbare Einkommen beträgt dann 17.712 Euro pro Jahr. Ob davon tatsächlich Steuern anfallen, hängt jedoch von der gesamten Steuersituation ab – also ob es weitere Einkünfte gibt, ob der Grundfreibetrag überschritten wird oder ob der Fiskus überhaupt ins Spiel kommt.

Bei vielen Alleinstehenden bleibt das zu versteuernde Einkommen unterhalb der Freigrenze, besonders wenn keine weiteren Einkünfte vorhanden sind. Dann fällt keine Einkommensteuer an. Wer aber zusätzliche Erträge hat – etwa aus Vermietung oder Kapitalanlagen –, kann durchaus in die Steuerpflicht geraten.

Die Höhe der Abzüge hängt also nicht nur vom Rentenbetrag ab, sondern auch von der individuellen Situation. Wer unsicher ist, sollte eine Steuerberatung in Anspruch nehmen – oder zumindest einen Blick auf seinen Steuerbescheid werfen.

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