Wie funktioniert die Stornierung einer Auftragsbestätigung?
Einige Verbraucher glauben, dass eine Auftragsbestätigung jederzeit storniert werden kann – doch das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Einmal abgeschlossene Verträge sind grundsätzlich verbindlich. Das bedeutet: Sobald die Bestellung rechtlich gültig angenommen wurde und der Vertrag zustande gekommen ist, kann dieser nicht einfach durch eine Stornierung rückgängig gemacht werden.
Die Auftragsbestätigung, die viele Unternehmen per E-Mail oder Post zusenden, signalisiert meist, dass der Vertrag bereits erfolgreich abgeschlossen wurde. Ab diesem Punkt gelten die vereinbarten Bedingungen. Eine Stornierung ist dann nur möglich, wenn im Vertrag besondere Lösungsrechte enthalten sind, zum Beispiel ein Widerrufsrecht bei Online-Käufen oder eine vertraglich festgelegte Kulanzfrist.
Bei Fernabsatzverträgen – also Käufen im Internet, telefonisch oder per Katalog – haben Verbraucher in der Regel ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. In diesem Fall kann der Vertrag ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, vorausgesetzt, die Ware wurde nicht bereits genutzt oder angepasst. Bei individuellen Dienstleistungen oder maßgefertigten Produkten kann dieses Recht jedoch eingeschränkt sein.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine Stornierung noch möglich ist, lohnt es sich, direkt mit dem Anbieter Kontakt aufzunehmen. Manche Unternehmen bieten aus Kulanz eine Stornierung an, besonders wenn der Auftrag noch nicht bearbeitet wurde. Wichtig ist jedoch: Verlassen Sie sich nicht darauf – der rechtliche Anspruch entsteht nur, wenn das Widerrufsrecht besteht oder der Anbieter ausdrücklich zustimmt.
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