Wann wird Lärm gefährlich für die Ohren?
Leises Gespräch, Vogelgezwitscher, die Geräusche des Alltags – all das liegt meist unter 65 Dezibel (dB) und gilt als angenehm. Doch je lauter es wird, desto vorsichtiger sollte man sein. Schon ab 80 bis 85 Dezibel kann Lärm langfristig die Gesundheit beeinträchtigen, besonders wenn die Belastung über einen längeren Zeitraum andauert.
Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte warnt: Wer regelmäßig lauten Geräuschen ausgesetzt ist – etwa durch laufende Musik, Baustellenlärm oder den Verkehr – riskiert dauerhafte Schäden am Gehör. Besonders tückisch ist Dauerlärm, der oft unterschätzt wird. Anders als ein plötzlicher Knall, der sofort wehtut, schleicht sich der Schaden schleichend ein. Erst nach Jahren merken viele, dass das Hörvermögen nachlässt.
Ein Blick auf typische Lautstärken hilft: Eine laufende Kettensäge erreicht etwa 110 dB, ein Disco-Besuch kann leicht über 100 dB liegen. Selbst ständiges Stadtleben oder Kopfhörer auf vollen Lautstärkepegel können im Langzeitbetrieb gefährlich werden. Dabei spielt nicht nur die Höhe des Schalls, sondern auch die Dauer der Belastung eine entscheidende Rolle.
Die Botschaft ist klar: Schutz für die Ohren ist keine Überreaktion, sondern Vorsorge. Wer viel im Lärm unterwegs ist, sollte Gehörschutz tragen oder Pausen in der Stille einlegen. Denn einmal verlorenes Hörvermögen lässt sich kaum ersetzen. Ruhe tut nicht nur gut – sie schützt auch.
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