Wie viel Geld darf ein Rentner steuerfrei haben?

Wer in Rente ist, fragt sich oft, wie viel Geld er auf dem Sparbuch haben darf, ohne Steuern zahlen zu müssen. Die gute Nachricht: Es gibt einen sogenannten Sparerfreibetrag, der unabhängig vom Alter gilt – also auch für Rentner gilt.

Der Sparerpauschbetrag beträgt aktuell 801 Euro pro Jahr für Alleinstehende. Das bedeutet: Wenn Ihre Zinserträge aus Sparbuch, Tagesgeld oder ähnlichen Anlagen unter dieser Grenze liegen, müssen Sie keine Kapitalertragssteuer zahlen. Bei verheirateten Paaren, die gemeinsam veranlagt werden, verdoppelt sich dieser Freibetrag auf 1.602 Euro. Diese Freigrenze wird automatisch vom Finanzamt berücksichtigt, wenn Sie eine Steuererklärung abgeben.

Wichtig ist: Der Freibetrag bezieht sich nicht auf den Sparbuchbetrag selbst, sondern auf die jährlichen Erträge – also die Zinsen. Selbst wer ein größeres Kapital angelegt hat, zahlt also nur Steuern, wenn die Zinserträge über dem Freibetrag liegen. Die Bank führt die Steuer automatisch ab, sobald dieser Betrag überschritten wird – es sei denn, Sie haben einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank eingereicht.

Tipp: Wer mehrere Konten bei verschiedenen Banken hat, sollte den Freistellungsauftrag so verteilen, dass die Freibeträge voll ausgenutzt werden. So kann man Steuern sparen – ganz legal und einfach.

Das bedeutet: Es gibt keine Obergrenze, wie viel Geld ein Rentner auf dem Sparbuch haben darf. Entscheidend ist nur, wie hoch die Zinserträge sind. Mit kluger Planung bleibt mehr vom Ersparten – auch in der Rente.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen