Wie viel Licht brauchen Küken?
Die Lichtbedingungen im Stall spielen eine entscheidende Rolle für die gesunde Entwicklung von Küken. Besonders bei Legehennen wird in vielen kommerziellen Betrieben in den ersten Tagen mit 24 Stunden Licht gearbeitet. Dieses Dauerlicht soll die Küken dazu animieren, schnell Futter und Wasser zu finden, was in der empfindlichen Anfangsphase wichtig ist.
Dennoch ist diese Praxis nicht unumstritten. Schon nach wenigen Tagen wird das Licht meist schrittweise auf 16 Stunden pro Tag reduziert. Diese kürzere Beleuchtungsdauer gilt als natürlicher und schonender für die Tiere. Experten weisen darauf hin, dass auch eine direkte Haltung bei 16 Stunden Licht von Anfang an möglich ist – und dies den Bedürfnissen der Tiere oft besser gerecht wird.
Warum ist die Lichtdauer wichtig?Licht beeinflusst nicht nur das Verhalten, sondern auch das Wachstum und den Rhythmus der Tiere. Zu viel Licht kann Stress verursachen, während eine ausgewogene Hell-Dunkel-Phase dem natürlichen Rhythmus des Huhns näherkommt. Eine ruhige, stundenweise abgedunkelte Umgebung fördert Erholung und artgerechtes Verhalten.
Immer mehr Betriebe setzen daher auf tierfreundlichere Lichtkonzepte – nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch, weil sich dies positiv auf die Gesundheit und spätere Legeleistung der Hennen auswirkt. Die Empfehlung lautet daher: So viel Licht wie nötig, aber so wenig wie möglich – vor allem in der empfindlichen Aufzuchtphase.
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